Die Sparguthaben sind sicher – so sicher wie die Rente
Von Hans Kohlhase • 8. Oktober 2008 • Kategorie: Aktuell
Wer glaubt, daß es sich bei der aktuellen Finanzkrise, die gerade auf dem besten Wege ist, sich zum Zusammenbruch des globalisierten liberalkapitalistischen Systems auszuwachsen, um eine unglückliche Verkettung widriger Umstände handelt, irrt sich gewaltig. Das wird deutlich, wenn man sich einmal vor Augen hält, was ein Schneeballsystem ausmacht. Bekanntlich versteht man darunter Geschäftsmodelle, die zum Funktionieren eine ständig wachsende Zahl an Teilnehmern benötigen bzw. ständig neues Kapital. Denn die Gewinne entstehen in einem solchen System beinahe ausschließlich dadurch, daß neue Spieler einsteigen und neues Geld investieren, auch wenn es sich dabei wie ganz aktuell nur um virtuelles Vermögen handelt. Letzteres ist bezeichnend, denn in Schneeballsystemen wird nicht mit realen Produkten geworben, sondern mit Verdienstmöglichkeiten. Hier wird investiert, weil extrem hohe Renditen geboten werden, die aber nicht erwirtschaftet werden, sondern ausschließlich auf dem Papier existieren. Solche Systeme haben allerdings die Eigenschaft irgendwann zusammenzubrechen, wenn frisches Kapital ausbleibt und eine genügend große Anzahl an Zockern versucht auszusteigen.
Das, was sich jetzt in der Finanzwelt ereignet, ist zweifellos der Zusammenbruch eines gigantischen Schneeballsystems. Es zeigt sich, daß von den Finanzjongleuren mit Vorsatz und krimineller Energie gehandelt wurde.
Die etablierte Politik hat ebenso kriminell gehandelt, weil sie mit der rücksichtslosen Durchsetzung der Globalisierung das vagabundierende und wahrhaft asoziale Finanzkapital erst entfesselte.
Dies taten die Politiker nicht etwa aus ideologischen Gründen, sondern weil sie selbst Marionetten und damit Erfüllungsgehilfen des Finanzkapitals sind, das sie direkt mit Bargeld korrumpiert oder indirekt mit lukrativen Aufsichtsratsposten über alle Parteigrenzen hinweg bestochen hat.
Die etablierte Politik hat ganz zweifellos mit Entnationalisierung und Deregulierung dem Raubtierkapitalismus Tür und Tor geöffnet. Sie tat dies vorsätzlich und ohne Rücksicht auf die absehbaren Verluste des Steuerzahlers, denn die Gier der etablierten Übeltäter nach Posten und Gehältern ist ebenso groß wie bei den Spekulanten. Sie sind zweifellos Brüder im Geiste und in der Tat, und beide bekennen sich aus gutem Grund zum „freien Markt“ und seinen „selbstregulierenden Kräften“, der ein idealer Nährboden für Betrügereien aller Art und Korruption ist.
Und jetzt kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und will den Bürgern weismachen, daß ihre Spareinlagen bei den Banken trotz des Zusammenbruchs ringsum sicher seien. Auch die „Europäische Union“ (EU) „verbürgte“ sich inzwischen am 7. Oktober 2008, sich für das Überleben “aller wichtigen Banken” einzusetzen und alle “systemrelevanten Finanzinstitute” zu stützen.
Da fragt man sich natürlich unwillkürlich, womit dies im Ernstfall geschehen soll, wohl auch wieder überwiegend mit dem Geld des deutschen Steuerzahlers, denn wer finanziert im Wesentlichen den gemeingefährlichen Politzirkus in Brüssel?

Wie dramatisch indes die Lage wirklich ist, belegt die Tatsache, daß die Bundesdeutschen insgesamt mehr als 1000 Milliarden Euro auf den Konten von Sparkassen und Banken angelegt haben sollen. Zögen die Bürger bei nur zwei Instituten ihre Spareinlagen ab, bräche das gesamte deutsche Finanzsystem sofort zusammen. Denn die schon bestehenden Sicherungsfonds könnten nicht einmal mehr zwei Insolvenzen ausgleichen.
Es war also nicht Gewißheit, sondern schlichte Panik, als Angela Merkel am Abend des 5. Oktober 2008 meinte: „Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, daß ihre Einlagen sicher sind. Dafür steht die Bundesregierung ein.“
Diese Garantieerklärung ist tatsächlich beispiellos, denn sie ist in Wahrheit in erster Linie ein Blankoscheck für die Banken. Die eigentliche Botschaft der Angela Merkel ist, daß die kriminellen Finanzjongleure nicht nur nicht zur Rechenschaft gezogen werden, sondern auf die eine oder andere Art und Weise weitermachen können, so als ob nichts geschehen wäre - und zwar mit den Spareinlagen der Bürger! Und wenn das nicht reicht, werden Steuermittel nachgeschossen.
Derweil geht der Vorstandschef „Hypo Real Estate“, Georg Funke, der vermutlich einen Schaden von 70 bis 80 Milliarden Euro zu verantworten hat, in „Rente“. Er kann sich nach seinem harten Arbeitsleben mit monatlich 46.666 Euro zur Ruhe setzen.
Während die Garantieerklärung also für die Finanzinstitute quasi ein Blankoscheck ist, verhält es sich, was die Sparer betrifft, ein klein wenig anders. Denn für sie ergibt sich aus der vollmundigen Erklärung Angela Merkels kein einklagbarer Anspruch, wenn es darauf ankommt, denn das ginge nur per Gesetz.
Ein solches Gesetz wird es aber wohl nicht geben, denn die Garantiesumme könnte im Ernstfall das drei- bis vierfache des aktuellen Bundeshaushalts ausmachen. Woher wollte man denn dieses Geld im Krisenfall nehmen? Das weiß auch die Bundeskanzlerin nicht.
Sagte noch am Sonntagabend ein Regierungssprecher, es handele sich bei der Garantieerklärung um eine Maßnahme von „neuer Qualität“, und der Staat wolle eine Garantie für die Spareinlagen übernehmen, die über die bisherigen Einlagensicherungssysteme hinausgehe, klang das einen Tag später schon ganz anders. „Nein, es wird kein Gesetzgebungsverfahren geben“, sagte Torsten Albig, der Sprecher von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD). Vielmehr handele es sich um eine „klare politische Erklärung der Kanzlerin und des Bundesfinanzministers.“

Angela Merkel und Peer Steinbrück haben mit ihrer Garantieerklärung keineswegs Wirtschaftsgeschichte geschrieben, wie in den Medien hier und da zu vernehmen war, sondern sie haben lediglich eine für sie folgenlose politische Absichtserklärung abgegeben wie seinerzeit der unsägliche Norbert Blüm (CDU), als dieser meinte, „die Rente ist sicher“. Wie sich nach der Mißwirtschaft der Etablierten die Rentenansprüche der heute arbeitenden Bevölkerung nach und nach in Luft auflösen, weiß ein jeder.
Genauso werden sich die Spareinlagen der Bürger in Luft auflösen, denn der Zusammenbruch des liberalkapitalistischen Schneeballsystems ist nicht mehr aufzuhalten. Und wer einer Angela Merkel oder irgendeinem anderen Erfüllungsgehilfen des Raubtierkapitalismus glaubt, die Einlagen der Sparer seien sicher, und die Bundesregierung würde dafür schon einstehen, wenn es darauf ankommt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen.
Die schlichte Wahrheit ist jedoch, daß das System finanziell, politisch und moralisch bankrott ist. Das wird für viele schon sehr bald schmerzliche Konsequenzen haben und mit einem finanziellen Totalverlust enden. Aber so schlimm dies für manchen sein wird, es muß so kommen, denn nur so können den bundesdeutschen Zipfelmützen die Augen geöffnet werden, welche Verbrecher seit Jahrzehnten das Land herunterwirtschaften. Und wenn sich diese Erkenntnis Bahn bricht, dann wird es noch einmal richtig spannend.
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Danke, Hans Kohlhase, für diese sachkundigen Analyse. In der Tat haben wir hier ein betrügerisches Schneeballsystem vor uns, das von den Regierenden so gewollt und von ihnen protegiert wurde. Weltweit durchgesetzt wurde dieses Raubtiersystem möglicherweise in Versammlungen wie etwa bei den Bilderbergern. Als Belohnung für die systemtreuen Betrüger gab und gibt es zum Beispiel riesig dotierte Aufsichtsratposten oder Abgeordneten-Posten mit traumhaften Pensionen.
Was nun die Garantie für uns Sparer durch Angela Merkel anbelangt, so muß man die Sache differenziert betrachten. Daß die Einlagensicherungsfonds zu schmalbrüstig sind, fällt weniger ins Gewicht. Wir wissen ja, daß die sogenannte Unabhängigkeit der Notenbanken nur eine Show ist. Wenn Merkel ihren Kopf retten will und befiehlt, dann schaffen die Notenbanken in beliebiger Höhe neues Fiat-Money aus dem Nichts. Und die Notenpressen laufen rund um die Uhr. Die Ansprüche der Sparer und der Rentner werden also formal bis auf den letzten Cent beglichen. Doch das besagt noch nichts über die Kaufkraft, den dieses Geld dann haben wird. Es wird wohl zu einem gewaltigen Run in die Sachwerte kommen, zu Hamsterkäufen. Die Leute werden merken, daß sie nur noch bedrucktes Papier in den Händen halten.
Dann, ja dann, wird hoffentlich die politische Abrechnung mit den Polit-Betrügern kommen. - Doch Vorsicht! Den Betrügern stehen jede Menge Tricks und Kniffe zur Verfügung. Da sie die Medien gekauft haben, können sie die Schuld auf die Rechten schieben und die Bevölkerung zu Pogromen gegen Rechte aufhetzen. Sie können das Volk mit ihrem Propaganda-Apparat nochmals blenden und den Kreislauf des betrügerischen Fiat-Geldes weiter aufblähen, solange sie Dumme finden. Am Ende werden in jedem Fall die kleinen, anständigen Leute die Zeche bezahlen müssen.
Es kann uns nur recht sein, wenn das ganze elende, geldsüchtige System zusammenbricht. Das könnte unsere Chance sein, unser Land noch einmal aus den Klauen der rassistischen Völkermörder zu bekommen!!! Und die Menschen begreifen und sehen erst, wenn es ihnen schlecht geht - die meisten zumindest.
Ich habe tausend Fragen und keine Antworten. Was wäre, wenn die USA die Lehman Brothers und Co absichtlich platt gemacht hat? Vielleicht hat der Staat USA ja bei dieser Bank paar hundert Milliarden $ Schulden gehabt und sich so dieser entledigt? Die BRD hat 1,5 Billionen Euro Schulden, die die Regierung irgendwo auf dem Kapitalmarkt als Kredit eingekauft hat. Bei welchen Banken? Vielleicht noch jene, die sie gerade mit Steuergeld versuchen zu retten? Für so blöde halte ich unsere Regierung nämlich. Hat Steinbrück nicht wieder 14 Milliarden neue Schulden für den Bundeshaushalt gemacht? Damit er noch die Rentner bezahlen kann. Denn die Regierung kann die Renten nur durch Schulden finanzieren. Und jetzt kommt die Jokerfrage. Welche Bank ist so blöde und gibt der Bundesregierung noch Kredit? Einem Laden, der mit 1500 Milliarden € in der Kreide steht? Wir hören ja, dass Mc Donalds kein Geld für Kaffeemaschinen mehr bekommt, Leute kein Kredit für ein Auto bekommen, und keine Bank der anderen Bank mehr Geld leiht, weil keiner keinem mehr vertraut? Was passiert denn, wenn man uns den Geldhahn abdreht? Wer hat unsere Schuldscheine? Wie viele Male wurden die denn weitergereicht? Wann kommt der Schwarze Mann mit den Kuckuks ? Frage mich allerdings, wo er diese Vögel noch hinkleben will, das Tafelsilber ist ja alles schon verscherbelt. Schnell noch die DB an die Börse bringen, dann ist alles weg. Und seltsamer Weise ist das Gold ausgegangen, wer das wohl hat? Die Krise hat noch gar nicht richtig angefangen und dann sagt man uns, kein Gold mehr da. Wohl das ganze Gold schon alles versilbert, wa?
Dem Kommentar von Parsifal ist nichts hinzuzufügen. Meine volle Übereinstimmung!
Anbei noch ein Verweis:
ansorde.blogspot.com
Die Rente wäre in der Tat sicher, wenn es nicht ständig Politiker geben würde, die dem Rentensystem schaden durch Unvermögen oder Dummheit! Denn nur das Solidaritätskonzept hat Beständigkeit zu bieten.
@ Wecker
Wo das Gold ist?
Das haben die Jewnited States als „Sieger”-Beute nach dem Waffenstillstand 1945 abtransportiert und lagern es seitdem in den Jewnited States.
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=44292
Ein sehr gut dazu passender Kommentar.
@ Parsifal
Guter Beitrag, vielen Dank.
Zitat:
„Da sie die Medien gekauft haben, können sie die Schuld auf die Rechten schieben und die Bevölkerung zu Pogromen gegen Rechte aufhetzen.”
Dazu siehe auch den Bericht: “Es waren bestimmt die Neo-Nazis, die das Bankensystem ruiniert haben”, zu finden unter: http://globalfire.tv/nj/08de/politik/nazis_schuld.htm .
Und bei den nächsten Wahlen NPD wählen, NPD wählen, NPD wählen, …!
@ Wecker
Viele Fragen, das ist gut, weil Fragen die Grundlage für entsprechende Antworten sind.
Vllt. helfen die nachfolgende Antworten etwas.
„Vielleicht hat der Staat USA ja bei dieser Bank paar hundert Milliarden $ Schulden gehabt und sich so dieser entledigt?”
Die Jewnited States sind sowieso schon vom Prinzip her pleite - weil dem vs-amerikanischen Staat das vs-amerikanische Geld gar nicht gehört; die Jewnited States haben also vom Prinzip her KEIN eigenes Geld.
Das Geld kommt von der Federal Reserve Bank, kurz: Fed, einem Zusammenschluß von - falls ich mich recht erinnere - 13 PRIVATEN Banken bzw. Bankern.
Diese entscheiden über die Geldherstellung und damit auch, wieviel ‘Geld sie herstellen, sprich: „drucken”.
Dieses gedruckte Geld leiht sich dann der vs-amerikanische Staat von der Fed und hat dafür zu bezahlen.
D.h. also, daß die vs-amerikanische Währungshoheit bei Privatleuten - rate ‘mal, welches Völkchen da wohl vertreten ist - liegt.
War es Rothschild oder Rockefeller, der sinngemäß gesagt haben soll: „Wenn ich die Währungshoheit habe, ist es mir egal, wer die Gesetze macht.”
Der vs-amerikanische Präsident John Fitzgerald Kennedy wollte die Währungshoheit des Staates wiederherstellen.
Es gilt als realistisch, daß dieses Vorhaben der Hauptgrund, das Hauptmotiv, für die Ermordung von Kennedy war.
Also egal, wieviele Banken die VSA platt machen würden, solange sie nicht die Währungshoheit erlangen, spielt das m.E. letztlich keine Rolle.
„Welche Bank ist so blöde und gibt der Bundesregierung noch Kredit?”
Warum sollten die Banken dem Staat kein Geld mehr geben?
Schließlich gilt die alte Erkenntnis: „Ein Staat kann nicht pleite gehen.”
Im Zweifelsfall gibt’s ‘nen Währungsschnitt - und schon geht’s munter weiter.
„Was passiert denn, wenn man uns den Geldhahn abdreht?”
Dann gehen alle die, die Schulden und nicht genug Eigenkapital haben, vor die Hunde - massenweise Mittelstandssterben, massenweise Arbeitslosigkeit, massenweise Sozialhilfe/Hartz IV, die/das aber dann kaum noch etwas wert ist, weil nicht genug Warendeckung im Verhältnis zur Geldmenge: deswegen kommt dann massenweise Hunger, Elend, Not und Tod.
Deswegen auch die aktuelle Einigung zum Einsatz der Bundeswehr im Inneren - NICHT wegen Terrorismus, wie sie behaupten, sondern wegen evtl. Hungeraufstände usw.
„Wer hat unsere Schuldscheine?”
Rate ‘mal, welche Volks- bzw. Religionsangehörigen da wohl in Frage kommen …?!
A list of the actual owners of the Federal Reserve of USA
Eine Liste der wirklichen Eigentümer der Federal Reserve of USA
Rothschilds of London and Berlin
Lazard Brothers of Paris
Israel Moses Seaf of Italy
Kuhn, Loeb & Co. of Germany and New York
Warburg & Company of Hamburg, Germany
Lehman Brothers of New York
Goldman, Sachs of New York
Rockefeller Brothers of New York
All of the above listed entities are of “the chosen ones”. Note that ALL are also “foreign” with established headquarters in Europe even the ones in New York are only “branches” of European establishments. There are an additional three hundred people, approximately, mostly relatives, who hold stock or shares, and they comprise the ownership of this monster, the massive wealth of which is beyond man’s comprehension.
Alle der oben genannten “Wesen” sind “Auserkorene”. Beachte, daß ALLE auch “ausländisch” sind (von der USA-Perspektive) mit eingesessenen Hauptquartieren in Europa, selbst die in New York sind nur Branchen von europäischen Institutionen. Es gibt zusätzlich rund 300 Personen, Verwandte hauptsächlich, die Aktien darin besitzen, und die die Eigentümer dieses Monsters umfassen, dessen massiver Reichtum jenseits der Vorstellung eines Menschen ist.
Die “systemrelevanten” Banken erhalten von den Politikern jetzt auch offiziell die Lizenz zum Gelddrucken. Weil die Politik - ohne die Banken zu verstaatlichen - den Bestand dieser Banken garantiert, können die Banker jetzt die Milliarden über betrügerische Firmen und dort tätige Komplizen mühelos auf die Seite schaffen.