Etablierte Übeltäter: Und wieder eine Flugaffäre!
Von Hans Kohlhase • 17. August 2008 • Kategorie: Aktuell
Aus der Sicht der etablierten Übeltäter wäre es möglicherweise „Volksverhetzung“, wenn man öffentlich erklärte, sie seien ein Bande von korrupten Bösmenschen oder Parasiten. Damit unbequeme Wahrheiten nicht geäußert werden können, gibt es trotz angeblicher Meinungsfreiheit zum Beispiel den Gummi-Paragraphen 130, der es den Herrschenden gestattet, prinzipiell jede abweichende Meinung zu kriminalisieren.
Das hindert die überwältigende Mehrheit zwar daran, öffentlich zu sagen, was sie über ihre „Volksvertreter“ denkt. Aber die Meinung bleibt natürlich bestehen, weil genau die abgehobene Politikerkaste selbst mit großem Fleiß alles daran setzt, daß der Beruf des Politikers derjenige ist, der in der Bevölkerung trotz aller Dauerberieselung durch die veröffentlichte Meinung das schlechteste Ansehen genießt. Dafür braucht es tatsächlich keine „Volksverhetzer“, um feststellen zu können, daß alles Negative, das man den Bonzen nachsagt, tatsächlich zutrifft.
Jüngstes Beispiel hierfür ist ein neuer Skandal bei der Benutzung der Flugbereitschaft der Bundeswehr.
Bekanntlich ist der Dienstauftrag der Flugbereitschaft klar umrissen: Sie befördert die Angehörigen der Bundesregierung an jeden Ort der Welt, wenn es dienstlich geboten erscheint, es sich also um Ausnahmefälle handelt, denn es muß schon einen sehr wichtigen Grund der Nutzung geben.
Da für die etablierten Übeltäter diese „Wichtigkeit“ relativ ist und dadurch alles begründbar ist, wird es die Skandale um die mißbräuchliche Nutzung der Flugbereitschaft so lange geben, wie Beschränktheit, Korruption, Charakter- und Ehrlosigkeit die Politik bestimmen.

Wer unter dem Suchwort „Flugaffäre“ eine Suchmaschine bemüht, wird etliche der staatstragenden Damen und Herren verzeichnet finden. Ein neues Mißbrauchs-Beispiel lieferte nun die Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU).
Diese nahm für einen 146-Kilometer-Flug von Stuttgart nach Zürich einem Bundeswehr-Helikopter „Cougar“ in Anspruch, weil sie angeblich nicht in der Lage war, mit Dienstwagen und Chauffeur, ICE oder Linienflug zu einem absolut unwichtigen Vortrag anzureisen. Aber eben nur scheinbar, denn wie in den Medien am 17. August 2008 zu erfahren war, gab es die Möglichkeit, mit einem nicht ausgebuchten Linienflug der Lufthansa für 329 Euro mach Zürich zu kommen, um das übliche belanglose Politikergeschwafel abzusondern.
Das wäre aber wohl nicht standesgemäß gewesen, Frau Bundesforschungsministerin, die übrigens als Ministerin eine kompetenzlose Nullnummer ist, läßt sich eben auch gerne wie in früheren Zeiten der Hofstaat mit der Kutsche vorfahren. Nur daß es sich heute dabei eben um einen Hubschrauber handelt, der für die Kurzstrecke der Annette Schavan geschätzte Kosten in Höhe von 26.500 Euro verursachte.
Denn der Hubschrauber mit dreiköpfiger Besatzung vom Typ AS 532 Cougar mußte eigens für den Kurzflug nach Zürich von Berlin-Tegel nach Stuttgart fliegen. Anschließend ging es ohne Frau Ministerin von Zürich nach Tegel zurück, wie das Bundesverteidigungsministerium der „BILD am SONNTAG“ bestätigte. Die Maschine legte also insgesamt 1.330 Flugkilometer in fünf Stunden zurück, wobei eine Flugstunde den Steuerzahler rund 5.300 Euro kostet.
Nur damit eine politisch und intellektuell sehr durchschnittliche Person wie Annette Schavan vor der Deutsch-Schweizer Handelskammer einen Vortrag halten konnte, den sie vermutlich nicht einmal selbst geschrieben hat. Der war dann auch so wichtig und bahnbrechend wie die Meldung der „Neuen Zürcher Zeitung“ darüber, ganze 381 Worte widmete die Zeitung dem Allerweltsblabla zum Thema „Deutsche Innovationspolitik“.

Für einen absolut nichtigen Grund, der eigentlich auch als Ausflug gewertet werden könnte, verbrät die als Bundesforschungsministerin sichtlich überforderte Annette Schavan also ungefähr genauso viel Geld, wie die meisten werteschaffenden Menschen in diesem Lande im ganzen Jahr nicht bekommen, obwohl sie es im Gegensatz zur inkompetenten aber umso abgehobeneren Politschranze Schavan, die den Bürgern ganz offensichtlich weder in der Eisenbahn noch im Linienflug über den Weg laufen möchte, absolut verdienten.
Man kann nur hoffen, daß sich das der „mündige Bürger“ noch einmal vor Augen führt, wie ihn die etablierten Politiker allesamt verschaukeln und ihm mit großer Lust Schaden zufügen, bevor er bei einer der nächsten Wahlen sein Kreuz macht.
Jeder kann etwas gegen die unglaublichen Zustände in unserem Land unternehmen. Helfen Sie unserer deutschen Sache, indem Sie die Beiträge von Radio Freiheit in Ihrem Bekanntenkreis entweder komplett im Wortlaut oder mit Verweis (”Link”) verbreiten und diesen dazu aufrufen, ebenso zu verfahren. Werden Sie Volksaufklärer!

Unsere etablierten Tageszeitungen versuchen schon wieder diesen unglaublichen Skandal zu verharmlosen. Und die Betroffene rechtfertigt sich damit, sie benütze die Flugbereitschaft selten, höchstens ein- bis zweimal im Monat. - Der verdummte deutsche Wahlbürger ist schon soweit umerzogen, daß er korruptes Verhalten als normal voraussetzt und solches den Akteuren zubilligt. Bei der nächsten Wahl wird er wieder brav sein Kreuz bei diesen Parteien machen, die unseren Familien das Geld mit immer raffinierteren Methoden aus der Tasche ziehen, um es mit Manager-Allüren zu verprassen.
Zitat:
“…..denn es muß schon einen sehr wichtigen Grund der Nutzung geben.”
Richtig, Parsifal.
Denn unsere Parasitenkaste vermittelt durch solche Eskapaden der Stimmvieherde den Eindruck, unsere selbstherrlichen Feudalherren seien unglaublich wichtig für unseren Staat. Dadurch assoziieren sie dem verdummten deutschen Backpfeifengesicht die Einschätzung, daß es dem Staat nur gut gehen kann, wenn die Befindlichkeit dieser korrupten Wichtigtuer sich im Wohlfühlbereich befindet. Daß dieses nur durch Ausplünderung des Volkes bei gleichzeitiger Eigenbereicherung der Parasitenkaste möglich ist, wird vom Massenkonsumidioten (noch) billigend in Kauf genommen.
Ein Jornalist unserer Tageszeitung, der auch sonst dadurch auffällt, daß er jede Ausplünderung des Steuerzahlers und jede Raffgier der Mächtigen zu rechtfertigen sucht, hat in einem Kommentar das Verhalten der Frau Schavan ausdrücklich gebilligt. Zugleich beschimpfte er Frau Schavans Kritiker Hans Herbert von Arnim quasi als unqualifizierten Populisten. Solche Leute sitzen in Deutschland in den Redaktionen und prägen die Meinung der Zeitungsleser!
Nächstes Jahr kommt mein Kreuz an die NPD. Punkt.