Italien geht gegen Zigeunerplage vor
Von Hans Kohlhase • 4. Juli 2008 • Kategorie: Aktuell
Während des Wahlkampfes um das römische Bürgermeisteramt hatte Gianni Alemanno von der „Alleanza Nazionale“ versprochen, mit der Zigeunerplage in Rom aufzuräumen. Alemanno sagte seinerzeit: “Europa kann nicht bedeuten, daß Rumänien einfach die Schleusen öffnet.”
Genau das passierte aber mit der EU-Aufnahme Rumäniens, wo schätzungsweise noch immer mindestens zwei Millionen Zigeuner kampieren.
Und nun nach der Wahl geschah in Italien etwas, was man von deutschen Politikern überhaupt nicht kennt. Sowohl der Bürgermeister von Rom Gianni Alemanno wie auch der italienische Innenminister Roberto Maroni hielten Wort und machten das Zigeunerproblem zur Chefsache. Kürzlich erst beschloß das Kabinett in Rom ein Gesetz, das die umstandslose Ausweisung nicht nur krimineller EU-Bürger erlaubt, sondern auch die Ausweisung solcher EU-Bürger, in denen die Behörden eine „Gefahr für die öffentliche Sicherheit” vermuten.

Am 2. Juli 2008 wurde nun weiter beschlossen, zur Verbrechensbekämpfung in Italien den Zigeunern die Fingerabdrücke zu abzunehmen.
Keine Frage, daß dies die Pseudo-Gutmenschen auf den Plan rufen muß, die irgendwelche abstrakten Rechte von Gewohnheitsverbrechern über die berechtigten Sicherheitsinteressen der italienischen Bevölkerung stellen und die Verbrecher als Opfer darstellen.
Bei den nun beschlossenen Maßnahmen kann sich die konservative Regierung Italiens allerdings einer breiten Mehrheit in der Bevölkerung sicher sein. Entsprechend prallt auch die Kritik aus dem Ausland an den Italienern ab, die ihrerseits bereits begonnen haben, die Fingerabdrücke der Zigeuner zu erfassen.
Roberto Maroni sagte dazu, die Erfassung der Fingerabdrücke sei zur Verbrechensbekämpfung notwendig. Es gehe außerdem darum, illegal Eingewanderte aufzuspüren und abzuschieben und das Leben der legal in den Behelfsunterkünften lebenden Bewohner zu verbessern.

Am 28. Juni 2008 hatte Maroni, der der Lega Nord angehört, gegenüber der der Zeitung „Corriere della Sera” gesagt, es sei kein Geheimnis, daß Zigeuner-Kinder, die für Betteln und Diebstähle ausgenutzt würden, von einer Stadt in die nächste gebracht werden, um Kontrollen zu entgehen. Dem wird man nun, wie sich zeigt, angemessen begegnen.
Daß genau das all jenen nicht paßt, die die multikriminelle Gesellschaft propagieren, liegt auf der Hand. Entsprechend wird kommende Woche auch das EU-Parlament darüber palavern. Den Italienern wird es vermutlich gleichgültig sein. Und das ist wohl auch die richtige Einstellung.

Sicherlich glauben auch unsere Gutmenschen, die Erfassung von Fingerabdrücken sei diskriminierend. Deshalb plädieren sie zusammen mit unserem Innenüberwachumgsminister auch für die Aufnahme eines solchen in bundesdeutsche Pässe.
Als ich in den achtziger Jahren als Deutscher in Japan lebte, war es selbstverständlich, daß meine Fingerabdrücke registriert wurden, und zwar sowohl beim Ausländeramt als auch auf meiner Ausländer-Kennkarte. Das hat aber niemanden der dort lebenden Gaijin gestört.