Asoziale Manager raffen ohne Rücksicht auf soziale Verluste
Von Hans Kohlhase • 9. März 2008 • Kategorie: Aktuell
Auch durch die ständige Wiederholung schamloser Gehaltserhöhungen bei den Managern der sogenannten deutschen Wirtschaft will sich mitnichten ein Gewöhnungseffekt einstellen. Umso mehr, da die Gehälter der Raffkes von 2003 bis heute durchschnittlich um 40 Prozent gestiegen sein sollen. Im Jahr 2007 lag der Zuwachs ihrer Gehälter, die in gar keinem Verhältnis mehr zur Leistung stehen, jedenfalls bei sage und schreibe 14 Prozent. Diesen wahrhaft Asozialen mit Mega-Einkommen ist es übrigens völlig gleichgültig, daß 2007 das durchschnittliche Einkommen von Arbeitnehmern entweder gar nicht stieg oder wenn, dann so gering, daß es gemessen an der Inflationsrate um 1,4 Prozent sank. Was übrigens in den Jahren davor auch schon nicht anders war.
Wie „Welt Online“ am 8. März 2008 meldete, gehe aus eigenen Berechnungen hervor, daß die durchschnittlichen Bezüge der sogenannten Top-Manager im vergangenen Jahr bei knapp 2,9 Millionen Euro lagen. Im Jahr zuvor waren es noch rund 400.000 Euro weniger oder 2,5 Millionen Euro.
Das steht natürlich in einem mehr als auffälligen Gegensatz zu Medienberichten vom 5. März 2008, wonach das kräftige Wirtschaftswachstum der Jahre 2004 bis 2007 an den allermeisten Arbeitnehmern völlig vorbeigegangen sei. Und das, obwohl die Gewinne der Unternehmen in den vergangenen drei Jahren im Durchschnitt um satte 25 Prozent gestiegen seien.
Demgegenüber gingen die sozialen Transfers - also Renten, Arbeitslosengeld II und ähnliches - in den vergangenen drei Jahren sogar um 5,5 Prozent zurück. Ursache hierfür sind die Nullrunden bei den Renten, stagnierenden Leistungen beim Kindergeld, beim BaföG und bei anderen staatlichen Leistungen.
Daß das Realeinkommen der privaten Haushalte im gleichen Zeitraum nur stagnierte und im Durchschnitt nicht stark zurückging, ist der Statistik geschuldet. Denn bei der Berechnung des Durchschnitts der Realeinkommen werden auch die reichen zehn Prozent hinzugezählt, die über mehr als 60 Prozent des Vermögens in der BRD verfügen. Zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung haben jedoch entweder kein oder nur ein geringes Vermögen. Da die Erträge aus Kapitalvermögen aber kräftig zulegten, wird hier die Realität ebenso kräftig verfälscht.
Würde man bei der Berechnung nur die berücksichtigen, deren Lohn aus einer Erwerbstätigkeit die einzige Einnahmequelle ist, was für die allermeisten Bürger zutrifft, dann müßte man feststellen, daß die Reallöhne in den letzten Jahren deutlich gesunken sind. Es handelt sich dementsprechend bei Teuerung und Kaufkraftverlust auch nicht um „gefühlte“ Sachverhalte, sondern um die Realität für den weitaus größten Teil der Bevölkerung. Entsprechend waren es in den vergangenen drei Jahren gerade die weniger gut verdienenden Beschäftigten, die überproportional hohe Einbußen beim Realeinkommen hinnehmen mußten.

Kritisiert man die exorbitanten Gehaltzulagen der sogenannten Top-Manager auf der einen und die schrumpfenden Reallöhne auf der anderen Seite, wird von den Nutznießern der etablierten Politik gerne von einer für den Wirtschaftsstandort schädlichen „Neiddebatte“ gesprochen. Dabei liegt es auf der Hand, daß die abgepreßten Lohnrückgänge zwar dem Export dienlich sind und die Gewinne der international operierenden Unternehmen steigern, aber dem privaten Verbrauch schaden, der immerhin 55 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht.
Es ist also gewiß keine substanzlose Propaganda, wenn man feststellt, daß das, was sich die Top-Manager in die Tasche stecken, zuvor den Arbeitnehmern genommen wurde. Und daß das nicht mehr lange gut gehen kann, ist ebenso klar.
Die etablierte Politik nimmt dabei mit ihrem Nichtstun in Kauf, daß möglicherweise schon bald die Gesellschaft auseinander fliegt. Während von den Löhnen normaler Arbeitnehmer nahezu 60 Prozent durch direkte und indirekte Steuern sowie Sozialabgaben aufgefressen werden und der Rest durch die Teuerung immer mehr an Kaufkraft verliert, war es bekanntermaßen eine rotgrüne Regierung, die den Spitzensteuersatz für Millionäre drastisch senkte. Und es sieht nicht danach aus, daß die jetzige oder eine künftige Regierung das rückgängig machen wollten – eher im Gegenteil.
Dementsprechend ist das Gejammer mancher etablierter Politiker über die tatsächlich immer größer werdende Gerechtigkeitslücke pure Heuchelei, solange bundesdeutsche Abgeordnete aus allen Parteien als hochbezahlte Berater in sogenannten “Nebentätigkeiten” bei der Wirtschaft tätig sind.
Nein, die Politik hat die Verhältnisse ganz genauso gewollt und geschaffen, die wir jetzt haben. Die zunehmende Kluft zwischen reich und arm und die Auflösung des Mittelstandes sind das gewollte Resultat der Politik der letzten 20 Jahre. Die Abgeordneten sind damit natürlich besonders gut gefahren, entweder durch bezahlte “Nebentätigkeiten” bereits während der Zeit im Parlament oder danach. Insofern waren für die Reichen die Abgeordneten auf den Lohnlisten der Firmen eine gute Investition.
Dadurch fehlen natürlich die Korrekturmechanismen, wenn diejenigen, die die Wirtschaft kontrollieren und Wirtschaftspolitik gestalten sollen, selbst gut verdienender Teil des asozialen Profitmaximierungssystems sind.
Wenn sich das nicht ändert - und warum sollte es das - wird ein Wandel hin zu mehr Gerechtigkeit nur über eine Revolution erfolgen können. Die Etablierten bemühen sich mit ihrer Maßlosigkeit jedenfalls redlich, die bestehende Unzufriedenheit und Verärgerung immer mehr in Wut zu verwandeln.

Richtig, die ungerechte Situation ist von den Etablierten so gewollt.
Zum Stichwort “Neiddebatte”: Wo ist denn die angeblich “hohe Verantwortung” der Manager, wenn etwas schief läuft? Dann kriegen die Millionenabfindungen und brauchen eh den Rest ihres Lebens nicht mehr zu arbeiten, anstatt dass sie im Gegenzug für die hohen Gehälter im Misserfolgsfall auch bis zum Existenzminimum haften müßten. Diese Haftung übernehmen die normalen Arbeiter, die für die Unternehmensentscheidungen nicht verantwortlich sind, indem sie ihre Arbeitsplätze verlieren - allerdings ohne dass sie vorher durch Millionengehälter oder -abfindungen Rücklagen hätten bilden können - und wenn, dann müssen sie diese kleinen Rücklagen erst “aufbrauchen”.
In der Berichterstattung der offiziellen Medien hat sich nach meinem Eindruck aber etwas gewandelt. Diejenigen, die bis vor kurzem noch vom “Aufschwung” phantasiert haben, erkennen jetzt durchaus an, dass es der großen Mehrheit der Menschen schlechter geht. Offensichtlich ist das inzwischen so weit Allgemeinwissen geworden, dass man sich lächerlich macht, wenn man es leugnet.
Die Medien können es aber noch kanalisieren - wird halt die Linkspartei etwas stärker, denn nationale Alternativen sind in den offiziellen Medien nicht existent. Dazu kommt noch ein weit verbreitetes (von den Offiziellen zumindestens geduldetes, wenn nicht gar gefördertes) Missverständnis. Wenn man die Mehrheit der Leute nach poltisch “links” fragt, meinen die, das sei “sozial” und “für die kleinen Leute”. Das mag einmal gegolten haben, stimmt aber heute so nicht. “Links” ist heute Förderung von Randgruppen (Ausländer, Schwule, Lesben etc.) und nicht Interessenvertretung der normalen Arbeiter. Dabei rede ich nicht von der Basis dieser Parteien, die von ihren Funktionären (zumindest teilweise) auch getäuscht werden, aber bzgl. der Funktionäre ist das so.
Solange die Leute das nicht sehen, werden die Nationalen wohl daraus keinen Honig saugen können. Vielleicht sollte man einen Schwerpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit auf dieses Missverständnis bei den Leuten legen.
Die Nationale Alternative…………………..soweit ich es selbst ( so als Wirtschaftslaie ) im Versuch, hinter die “Kulissen” zu schauen verstanden habe, ist die Gruselmärchenerzählerei von der Ausländerfeindlichkeit, der Deutschtümelei und den bösen. bösen Nazis doch nur eine ( wenn auch funktionierende ) Finte, um den Normalbürger den “amerikanischen Traum” weiterträumen zu lassen, in dem er vom Tellerwäscher zum Millionär wird……denn das übelste, was diesem System widerfahren kann, ist doch, daß der brave Steuerzahler einmal erzählt bekommt, wie eine raumorientierte Volkswirtschaft funktioniert, wobei er selbst als dümmlichster SPD-Wähler begreift, daß er diesen EU-Wahnsinn keineswegs benötigt, um ordentlich leben zu können…im Gegenteil, wissen wir doch längst, wohin die Milliarden verschwinden……bekommen wir mal so ganz versehentlich nen Israelischen Nuklearsprengkopf aufs blonde Haupt, der ja eigentlich gen Teheran marschieren sollte, und wegen eines Zahlendrehers in den Koordinaten denn doch ein Löchlein ins kunstvoll kreierte und hochbezahlte Dach des Reichstages hämmert, so steht auf jedem dritten Bauteil wohl Thyssen oder Siemens………
Den Liberalkapitalismus haben sie gefressen, die Deutschen, und das mit Federn und Knochen ( könnte ja sein, daß unser Sproß beim Dieter Bohlen trotz Mc Donalds-Plauze und Hautkrebs im Frühstadium frisch von der Sonnenbank doch noch n Superstar wird…….er/sie ist ja erst 13 und hat noch alle Chancen…….klappts nicht, gibts ja noch Rtl, Pro 7 und Vox, die bezahlen uns das Auswandern )
Und so lange wählen wir weiter die Roten, oder Schwarzen oder die Grünen……und wenn die Mist bauen, ja DANN protestier ich aber, DANN mach ich n Kreuz GAAAANZ weit links……..
Das üble ist doch, daß dies Volk seit über 50 Jahren nicht merkt, wie es verkohlt wird, und jedes Mal, wenn Du versuchst, ein Gespräch in Richtung eines …ähm, ja “ordentlichen” Sozialismus zu lenken, dann fällt deinem Gegenüber schon wieder die gestrige Doku über das so sagenhaft böse Reich ein, und dann kannste mal sehn, WO die Faschisten sitzen….Dir gegenüber. Kann ja aber gar nicht sein, denn WIR sind doch die, die im freiheitlichsten Staat leben, der je auf deutschem Boden existierte! (”Und wenn Du nicht sofort die freiheitlich-demokratische Grundordnung preist, du Nazi-Schwein, dann hau ich dir die braune Schnauze ein!”)…….oh, wie freiheitlich, tolerant und antifaschistisch……….
Dieter Schmitz, es ist wohl wahr, die Mächtigen werden sich selbst zerlegen und so lange müssen wir wohl durchhalten, denn auch, wenn die Redaktion in ihrem Beitrag eine Revolution für nötig befindet……..WER soll die denn durchführen, ohne gemäß der großartigen neuen EU-Verfassung in Folge eines Aufstandes mal eben erschossen zu werden? Nein, wir sind einfach noch zu wenige, nur Abertausende, ja Zehntausende, die in größter Not ihr Wahlkreuz an der richtigen Stelle tun, können zumindest regional etwas tun……..solange man aber gern 4 Euronen für den Liter Sprit löhnt, Karneval feiert, in die Glotze starrt und das Wort “ICH” als “ÜSCH” schreibt und spricht, ist die Not nicht groß genug…..es muß und wird noch übler kommen…….